DOSB-Präsidium berät mit Verbänden über Olympia-Bewerber

Bei einem intensiven Meinungsaustausch mit den Spitzensportverbänden läutet das Präsidium des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am Sonntag den Countdown für die Kür der Bewerber-Stadt für die Sommerspiele 2024 ein.

DOSB-Präsidium berät mit Verbänden über Olympia-Bewerber
Soeren Stache DOSB-Präsidium berät mit Verbänden über Olympia-Bewerber

Berlin oder Hamburg lautet die Frage, die von 15.00 Uhr an in einem Frankfurter Hotel diskutiert wird. Zu der Runde sind auch die Vorsitzenden der Konferenz der Landessportbünde und der Verbände mit besonderen Aufgaben sowie der Sprecher der nicht-olympischen Verbände eingeladen.

«Wir gehen ohne jegliche Vorfestlegung in die Gespräche», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann im «Aktuellen Sportstudio» des ZDF. Er deutete damit an, dass das Rennen der beiden deutschen Bewerber-Metropolen weiterhin offen ist - trotz einer vom DOSB in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage unter je 1500 Bürgern beider Städte, in der Hamburg mit 64 zu 55 Prozent Unterstützung gegenüber der Hauptstadt vorne lag.

Die Unterstützung der Bürger Hamburgs beziehungsweise Berlins sei «sicher ein ganz wichtiger Punkt», betonte Hörmann erneut. Dies sei aber nicht das allein entscheidende Merkmal. Es gelte, «noch einmal alle Aspekte abzuwägen und ein stimmiges Gesamtkonzept umzusetzen», fügte der DOSB-Chef ein weiteres Mal hinzu.

Im Rahmen des Spitzentreffens werden Berlin und Hamburg ihre Bewerbung jeweils 15 Minuten lang präsentieren. Die Reihenfolge wird gemäß der internationalen Gepflogenheiten ausgelost. Anschließend werden die Teilnehmer in Abwesenheit der Vertreter beider Städte über deren Konzepte debattieren. Am Montag will das DOSB-Präsidium dann eine Empfehlung abgeben. Die endgültige Wahl der Bewerber-Stadt erfolgt am 21. März auf der Vollversammlung in Frankfurt am Main.