Drei Deutsche nach Mastbruch bei Familienausflug tot

Drei Mitglieder einer deutschen Familie sind am Sonntag im Hafen des niederländischen Ortes Harlingen getötet worden, als ein Teil des Mastes auf das Deck stürzte. Dies teilte die Polizei der Provinz Friesland mit.

Drei Deutsche nach Mastbruch bei Familienausflug tot
Catrinus Van Der Veen Drei Deutsche nach Mastbruch bei Familienausflug tot

Bei den Toten handelt es sich nach Angaben der Hilfsdienste um junge Menschen im Alter von vermutlich 17 bis 21 Jahren.

Sie gehörten zu einer Gruppe von zwölf deutschen Passagieren auf dem historischen Schiff «Amicitia». Diese waren nach Angaben der Polizei der Provinz Friesland Mitglieder einer einzigen Familie. Nähere Angaben wurden nicht gemacht. Zunächst blieb unklar, wie und warum es zu dem Unglück kam.

«Der Mast brach beim Einlaufen in den Hafen ab und stürzte dann aufs Deck», sagte der Bürgermeister von Harlingen, Roel Sluiter. Fotos vom Unglücksort zeigen jedoch, dass der vordere Mast nicht umstürzte, sondern dass allem Anschein nach vom oberen Teil des Mastes die sogenannte Gaffel mitsamt dem Segel auf das Deck stürzte. Die Polizei erklärte, dass technische Experten das Schiff untersuchen.

Die 24 Meter lange und 4,80 Meter breite «Amicitia» war 1889 als Frachtsegler gebaut und vor allem für Biertransporte eingesetzt worden. Mittlerweile wird das Schiff, das über sieben Zweibettkabinen verfügt, von dem Unternehmen Wadcharter in Leeuwarden für Touren auf dem Ijsselmeer verchartert. Von dem Unternehmen waren zunächst keine Auskünfte zu dem Zwischenfall erhältlich. Außer den zwölf Deutschen befanden sich auch der Kapitän und dessen Frau an Bord. Die Polizei teilte mit, es habe außer den drei Todesopfern keine Verletzten gegeben.