Drei Republikaner gegen Clinton

Mit Marco Rubio ist der dritte konservative Republikaner ins Rennen um die US-Präsidentenwahl 2016 getreten - und hat gleich die demokratische Bewerberin Hillary Clinton ins Visier genommen.

Drei Republikaner gegen Clinton
Drei Republikaner gegen Clinton

Wie seine republikanischen Konkurrenten Ted Cruz aus Texas und Rand Paul aus Kentucky versuchte er, die frühere Außenministerin und Präsidentengattin als Frau der Vergangenheit darzustellen.

Die 67-jährige Clinton gab sich derweil volksnah und begann einen «Road Trip» durchs Land. Ihre Busreise führt in den über 1800 Kilometer entfernten Mittelwest-Staat Iowa, wo im Januar die ersten Vorwahlen stattfinden. In Iowa hatte Clinton 2008 eine schmerzliche Niederlage erlitten: Obwohl sie als Favoritin der Demokraten galt, wurde sie dort vom späteren US-Präsidenten Barack Obama geschlagen, der damals noch als strikter Außenseiter galt.

Rubios Wahlkampfteam rief auf Twitter zu Spenden auf. Der 43-jährige Senator für Florida hatte seine Kandidatur für die Republikaner am Montag (Ortszeit) bekanntgegeben - einen Tag, nachdem Clinton offiziell bei den Demokraten ins Rennen um die Kandidatur eingestiegen war. Rubio ist bereits der dritte Bewerber für die Republikaner. Zuvor hatten seine Senatskollegen Ted Cruz aus Texas und Rand Paul aus Kentucky ihre Hüte in den Ring geworfen.

Rubio kritisierte Clinton als «Frau von gestern», ohne ihren Name zu nennen. Amerika müsse wieder führen in der Welt. Die von Obama betriebene Annäherung an das kommunistische Kuba lehnt Rubio - selbst Sohn kubanischer Einwanderer - strikt ab.

Der Kandidat Cruz kritisierte die Politik Clintons und Obamas auf Twitter als verfehlt. Sie hätten ihre Chance gehabt.

Die «New York Times» räumt Rubio kaum Chancen ein. Er liege in Umfragen deutlich hinter Cruz und Paul - vor allem aber hinter Jeb Bush, dem ebenfalls Ambitionen auf das Weiße Haus nachgesagt werden. Der Ex-Gouverneur von Florida und Bruder des früheren Präsidenten George W. Bush schrieb laut «Washington Post» als Reaktion auf die Kandidatur Clintons in einer E-Mail an Wahlkampfspender: «Es ist an uns, sie zu stoppen.»