Drei Tote durch Kohlenmonoxid in Hamburg

Drei Männer sind in Hamburg vermutlich durch eine Kohlenmonoxidvergiftung ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurden fünf weitere Menschen schwer verletzt.

Drei Tote durch Kohlenmonoxid in Hamburg
Daniel Bockwoldt Drei Tote durch Kohlenmonoxid in Hamburg

Aus zwei Mehrfamilienhäusern wurden etliche Menschen in Sicherheit gebracht. Woher das Gas kam, war zunächst unklar. «Wir haben erste Hinweise, dass ein Defekt am Schornstein die Ursache sein könnte», sagte ein Polizeisprecher. Beamte des Landeskriminalamts nahmen Ermittlungen auf.

Die Feuerwehr war am Dienstagmittag zu einem vermuteten Notfall in einer verschlossenen Wohnung gerufen worden. Messungen ergaben einen hohen Gehalt an Kohlenmonoxid in der Luft. Die Tür wurde aufgebrochen, die Einsatzkräfte gingen mit Atemschutz in die Wohnung. Die ersten sechs Feuerwehrleute, die ohne Schutz im Haus waren, wurden notärztlich untersucht, konnten aber im Dienst bleiben.

Die Toten wurden in zwei verschiedenen Wohnungen eines der Häuser gefunden. Sie seien spärlich bekleidet gewesen, was darauf hindeute, dass sie möglicherweise im Schlaf überrascht wurden, hieß es. Beide Gebäude wurden evakuiert. Auch ein Großraumrettungswagen war vor Ort, damit die Hausbewohner nicht in der Kälte stehen mussten.

Die Einsatzkräfte gingen mit Atemschutz durch die viergeschossigen Altbauten, um die Wohnungen zu durchsuchen. Die Fenster standen zum Lüften offen. Das Gelände wurde weiträumig abgesperrt.

Kohlenmonoxid ist ein farb- und geruchloses Gas. Wird es eingeatmet, kann es innerhalb von Minuten die Sauerstoffversorgung blockieren und zum Tod führen. «Fünf Atemzüge langen, dass man bewusstlos wird und auch sterben kann», sagte ein Feuerwehrsprecher. In Wohnungen entsteht Kohlenmonoxid oft, wenn Öfen, Kamine oder Gasthermen nicht richtig funktionieren. Äußerlich wies an dem hell gestrichenen und renovierten Haus, in dem die Toten gefunden wurden, nichts auf das Unglück hin.

Zum Alter der drei Todesopfer konnte ein Sprecher zunächst keine Angaben machen.