Dreierpack von Mainzer Malli bei 3:1 gegen Hoffenheim

Yunus Malli hat mit einem Dreierpack alle Hoffnungen von 1899 Hoffenheim auf eine Wende in der Fußball-Bundesliga zerstört. Der Mittelfeldspieler des FSV Mainz 05 sorgte mit seinen Saisontoren drei, vier und fünf (18., 61., 68. Minute) für den verdienten 3:1 (1:1)-Sieg der Rheinhessen.

Zwei Minuten vor Schluss wurde Malli bei seiner Auswechslung von den Zuschauern mit Sprechchören gefeiert. «Es macht natürlich großen Spaß, wenn man gewinnt und drei Tore schießt», sagte der überragende Akteur des Abends nach seinem ersten Dreierpack im Profifußball dem TV-Sender Sky. Mit dem Spielball in der Hand sprach Malli von einem «unbeschreiblichen Gefühl». «Wir haben das Spiel verdient gewonnen und können zufrieden sein», sagte FSV-Trainer Martin Schmidt.

Die Hoffenheimer dagegen warten nach der vierten Niederlage im fünften Saisonspiel weiter auf den ersten Sieg. Der Führungstreffer von Jonathan Schmid (13.) reichte nur für eine ausgeglichene erste Halbzeit. «Die Situation ist ungewohnt für uns alle», sagte Hoffenheims Trainer Markus Gisdol, der mit seinem Team vorerst auf Platz 15 der Tabelle abrutschte. «Irgendwie fehlt es uns zur Zeit komplett an Selbstvertrauen», meinte 1899-Profi Kevin Volland.

Mainz erarbeitete sich die drei Punkte mit großer Leidenschaft und hoher Einsatzbereitschaft. Erstmals mit Eduardo Vargas in der Startelf setzte Hoffenheim auf Sicherheit und ohne den auf die Bank verbannten Kevin Kuranyi auf Konter. Die Mainzer, die im Mittelfeld den verletzten Danny Latza durch Christoph Moritz ersetzten, machten von Beginn an Druck. Vor allem über die linke Außenbahn. Pablo De Blasis, der erstmals nach Verletzung wieder in der Startelf stand, wirbelte wie in besten Tagen. Der Druck der 05er war hoch, 1899 aber ließ keine Chancen zu.

Dafür bestach Hoffenheim mit seiner Konterstärke. Der ehemalige Mainzer Eugen Polanski brachte Schmid in Position. Der Franzose stand frei vor Loris Karius und ließ sich die Chance nicht entgehen. Die Mainzer schüttelten sich kurz und schlugen schnell zurück. Nach Pass von Christian Clemens setzte sich Malli im Strafraum gegen Fabian Schär durch und vollendete mit einem Schuss ins kurze Eck.

In der von beiden Seiten intensiv geführten Partie verbuchten die Mainzer zwar mit über 60 Prozent mehr Ballbesitz, doch ein Chancenplus sprang zunächst nicht heraus. Beim Spurt aufs Hoffenheimer Tor fehlten zu oft die Ideen. Die Abwehr stand meist sicher. 05-Trainer Martin Schmidt hatte aber nicht zu Unrecht vor der Offensivstärke von 1899 gewarnt. Kevin Volland (23.) und Schmid (43.) stellten Karius vor Bewährungsproben. Der Mainzer Keeper aber war stets auf dem Posten.

Nach der Pause blieben die 05er torgefährlich. Nach einem Eckball sprang der sehr agile Yoshinori Muto am höchsten, doch sein Kopfball landete an der Latte (53.). Mallis Torhunger war mit dem einen Treffer nicht gestillt. Der überragende Mann auf dem Platz ließ 1899-Torhüter Oliver Baumann erst mit einem platzierten Linksschuss in den Winkel keine Chance. Kurz danach erhöhte der 23-Jährige auf 3:1. Hoffenheim war zwar noch bemüht, zur Resultatsverbesserung reichte es nicht mehr.