Dreifach-Erfolg für deutsche Rodlerinnen - Staffel siegt

Ausnahme-Rodlerin Natalie Geisenberger hat auch den Weltcup in Oberhof dominiert und auf der Thüringer Traditionsbahn ihren sechsten Sieg im siebten Saisonrennen gefeiert. Die Bayerin gewann vor ihren Teamkolleginnen Tatjana Hüfner und Dajana Eitberger.

«Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Es läuft bombastisch», sagte Geisenberger, die wieder von einem rein deutschen Podium strahlte. Die Miesbacherin ist nicht zu schlagen, sogar leichte Verletzungen werfen die 26-Jährige momentan nicht aus der Bahn: In der Nacht vor dem Rennen wurde sie von schweren Rückenproblemen geplagt, bekam am Morgen sogar eine Spritze.

Den Angriff von Hüfner und Eitberger, die den von Freunden, Fans und Familie an der Bahn erhofften Heimsieg verpassten, wehrte sie trotzdem ab. «In Königssee zu gewinnen war schöner, hier zu gewinnen war wichtiger», erklärte Geisenberger. In der Gesamtwertung führt sie nach sechs Siegen in bislang sieben Saisonrennen nun 195 Zähler vor Hüfner.

Für die Lokalmatadorin endete das Rennen auf der Traditionsbahn im Thüringer Wald versöhnlich mit einem umjubelten Bahnrekord im zweiten Lauf. «Das entschädigt ein bisschen», sagte die 31-Jährige und geht zuversichtlich in die nächsten Rennen in Winterberg und Lillehammer. «Der Trend zeigt nach oben. Ich muss noch am Schlitten tüfteln. Aber jetzt haben wir noch zwei Weltcups, um uns auf die WM einzuschießen.»

Die deutschen Rodler gewannen zum Abschluss in Oberhof erwartungsgemäß auch die Staffel klar. Nach ihren Einzelsiegen waren Felix Loch, Natalie Geisenberger und das Doppel Tobias Wendl/Tobias Arlt wieder nicht zu schlagen. Sie setzten sich vor den Teams aus den USA und aus Russland durch. Für die Mannschaft des Bob- und Schlittenverbands für Deutschland war es im dritten Staffel-Wettkampf in dieser Saison der dritte Sieg. In Oberhof gingen damit acht der zehn möglichen Podestplätze an das deutsche Team.