Philadelphia Orchestra bei Dresdner Musikfestspielen

Nach dem Finale erhob sich das Publikum geschlossen von den Plätzen: Das Philadelphia Orchestra hat bei der ersten Deutschland-Tour mit seinem Chefdirigenten Yannick Nézet-Séguin am Sonntagabend in Dresden einen großen Erfolg erzielt.

Philadelphia Orchestra bei Dresdner Musikfestspielen
Matthias Hiekel Philadelphia Orchestra bei Dresdner Musikfestspielen

Die Amerikaner begannen den Abend in der Semperoper mit einem Stück ihres Landsmannes Nico Muhly, das erst vor wenigen Tagen in Philadelphia seine Uraufführung hatte: Die rhythmisch markanten «Mixed Messages» trafen den Geschmack des Publikums.

Danach zog der erst 20 Jahre alte kanadische Pianist Jan Lisiecki die Zuhörer bei Edvard Griegs Klavierkonzert in seinen Bann. Lisiecki spielte als Zugabe ein «Nocturne» von Frédéric Chopin. Nach der Pause stellte das Philadelphia Orchestra bei der 5. Sinfonie von Peter Tschaikowski seine Qualität in allen Orchestergruppen unter Beweis. Der Klangkörper spielte wie aus einem Guss, Nézet-Séguin sorgte für eine packende Interpretation des Klassikers.

Dirigent und Musiker hatten am Samstag in der Kölner Philharmonie ihren Einstand gegeben. Nach der Semperoper folgt am Dienstag ein zweites Konzert der Dresdner Musikfestspiele - diesmal als Gastspiel im Berliner Konzerthaus. Am Mittwoch und Donnerstag sind zwei Auftritte in Dortmund geplant, bevor die Europa-Tour mit Stationen in Lyon, Paris, Wien, Amsterdam und London weitergeht.