Dreyer bleibt bei Absage an TV-Debatte mit AfD

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsident Malu Dreyer (SPD) bleibt bei ihrer Weigerung, vor der Landtagswahl an einer TV-Debatte mit einem Vertreter der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) teilzunehmen. Damit wäre die Talkrunde gescheitert.

Dreyer bleibt bei Absage an TV-Debatte mit AfD
Fredrik von Erichsen Dreyer bleibt bei Absage an TV-Debatte mit AfD

«Die AfD hat sich stark radikalisiert», sagte Dreyer im Deutschlandradio Kultur. «Es gibt für mich deshalb gar keinen Grund, mich in eine "Elefantenrunde" zu setzen, in der die AfD anwesend ist, obwohl sie nicht Mitglied im Landtag ist.»

Wegen Dreyers Haltung hatte der SWR entschieden, dass in Rheinland-Pfalz nur die Spitzenkandidaten von SPD, CDU und Grünen zum Talk eingeladen werden. AfD, FDP und Linke sollten nur per Interviews eingespielt werden. CDU-Spitzenkandidatin Julia Klöckner hatte deshalb am Donnerstag abgesagt. SWR-Intendant Peter Boudgoust appellierte an die Parteien, noch einmal zu beraten.

Die mitregierenden Grünen in Rheinland-Pfalz zeigten sich am Freitag bereit, auch mit der AfD zu debattieren. «An uns rheinland-pfälzischen Grünen werden keine Wahlkampfdiskussionen zur Landtagswahl scheitern», erklärten die Spitzenkandidaten Eveline Lemke und Daniel Köbler.