Druck gegen französische Arbeitsmarktreform weiter erhöht

Nach tagelangen Treibstoff-Blockaden wollen französische Gewerkschaften den Druck gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung weiter erhöhen. Für heute haben sie zu einem weiteren nationalen Aktionstag mit Streiks und Demonstrationen aufgerufen.

Druck gegen französische Arbeitsmarktreform weiter erhöht
Thibault Vandermersch Druck gegen französische Arbeitsmarktreform weiter erhöht

Die Gewerkschaft CGT will auch ihre Streiks in Raffinerien fortsetzen. Zudem hat sie Mitarbeiter von Kraftwerken aufgerufen, die Arbeit niederzulegen - auch in Atomkraftwerken.

Streiks und Blockaden bei Treibstoffdepots und Raffinerien hatten in den vergangenen Tagen Versorgungsengpässe an französischen Tankstellen ausgelöst. Deshalb wurden bereits die strategischen Reserven angezapft. Am Mittwoch war gut jede dritte Tankstelle im Land betroffen. Paris setzt auf Härte und wirft der CGT vor, die Verbraucher als «Geiseln» zu nehmen. Angesichts eines deutlich gestiegenen Spritverbrauchs warnte die Regierung Autofahrer zudem vor Panikreaktionen.

Die seit Monaten umstrittene Arbeitsmarktreform soll das Arbeitsrecht flexibler machen. Gegner fürchten dagegen um Rechte der Arbeitnehmer.

Heute streiken auch Fluglotsen, am Flughafen Paris-Orly wurden 15 Prozent der Flüge gestrichen. Störungen sind auch im Bahnverkehr zu erwarten, jeder fünfte TGV-Schnellzug soll ausfallen.