DSV zufrieden mit WM: «Großen Schritt gemacht»

Der Deutsche Schwimm-Verband ist auf dem langen Weg zurück in die Weltspitze zufrieden mit seinen WM-Leistungen im 50-Meter-Becken.

DSV zufrieden mit WM: «Großen Schritt gemacht»
Martin Schutt DSV zufrieden mit WM: «Großen Schritt gemacht»

«Wir sind in vielen Diszplinen näher dran als angedacht, ohne dass man direkt die Wünsche in den Himmel wachsen lässt. Wir haben einen großen Schritt gemacht», sagte Chefbundestrainer Henning Lambertz vor den letzten Finalrennen in Kasan. Mit elf Finalplätzen und drei Medaillen (1-0-2) ist der DSV im Becken besser als beim WM-Tiefpunkt in Barcelona vor zwei Jahren (10 Finalplätze/eine Medaille).

Dank 28 Top-16-Platzierungen in Einzelrennen wurde ein weiteres Ziel erreicht. Noch wichtiger war für Lambertz aber, dass sich über 50 Prozent seiner Athleten im Vergleich zur deutschen Meisterschaft bei der WM steigern konnten. Vor zwei Jahren war das nur rund 20 Prozent gelungen.

Lambertz will die Schwimmer bis 2020 wieder breiter in der Weltklasse etabliert haben. In Kasan holten Einzelkönner wie Weltmeister Marco Koch über 200 Meter Brust und Paul Biedermann (Bronze über 200 Meter Freistil) die Medaillen über die olympischen Strecken, hinzu kam Platz drei über die nicht-olympische gemischte Lagen-Staffel. «Das macht uns an der Stelle erstmal hoffnungsvoll, dass wir in den beiden Disziplinen berechtigt um eine Olympiamedaille kämpfen können», sagte Leistungssportdirektor Lutz Buschkow.

Vor den letzten Finals gewann der DSV insgesamt sieben Medaillen (2-1-4) und damit weniger als vor zwei Jahren (3-3-4). Anders als die Schwimmer und das Freiwasser-Team gingen die Wasserspringer zum zweiten Mal seit 1991 bei einer WM leer aus.