Alles muss raus: Achenbach-Auktion hat begonnen

Ein Jahr nach der Festnahme des prominenten Kunstberaters Helge Achenbach hat in Düsseldorf die Versteigerung der Kunstwerke seiner insolventen Firmen begonnen.

Alles muss raus: Achenbach-Auktion hat begonnen
Rolf Vennenbernd Alles muss raus: Achenbach-Auktion hat begonnen

Unter großem Bieterandrang kommen in dem viertägigen Auktionsmarathon bis Samstag mehr als 2000 Objekte in Düsseldorf zum Aufruf. Das Gros der Insolvenzmasse wird in Achenbachs ehemaligem Lager in Düsseldorf versteigert. Die 120 Glanzstücke sollen am Samstag in Köln den Besitzer wechseln.

Die Achenbach-Auktion sei «die größte Auktion für zeitgenössische Kunst, die es in Deutschland jemals gegeben hat», sagte der Chef des Kölner Auktionshauses Van Ham, Markus Eisenbeis, zum Auftakt am Mittwoch. Rund 1600 Bieter hatten sich angemeldet.

Versteigert werden Werke bekannter zeitgenössischer deutscher Künstler wie Gerhard Richter, Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, A.R. Penck oder Joseph Beuys, aber auch Arbeiten wenig bekannter Künstler. Bereits zu Beginn wurde Grafiken von Baselitz und Beuys in Bietergefechten teilweise weit über den niedrig gehaltenen Schätzpreisen versteigert.

helge Achenbach (63) ist wegen Betrugs zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er sitzt seit einem Jahr in Untersuchungshaft.