Dutzende Tote bei Kämpfen im Jemen

Bei neuen Kämpfen zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und regierungstreuen Milizen sind in der südlichen Metropole Aden mindestens 21 Menschen getötet worden. 13 der Opfer seien Zivilisten gewesen, berichteten Augenzeugen.

Dutzende Tote bei Kämpfen im Jemen
Yahya Arhab Dutzende Tote bei Kämpfen im Jemen

Die Anti-Huthi-Milizen hatten am selben Tag eine zweistündige humanitäre Waffenruhe ausgerufen. Die Huthis hätten sich nicht daran gebunden gefühlt und auf Zivilisten geschossen, sagten Augenzeugen. 

Die Huthi-Rebellen aus dem Norden des Landes kämpfen gegen sunnitische Milizen und Sicherheitskräfte, die loyal zu dem ins Ausland geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi stehen. Ein von Saudi-Arabien geführtes arabisch-sunnitisches Militärbündnis greift seit dem 26. März aus der Luft Stellungen und Waffenlager der Huthis an. Bei saudischen Bombenangriffen auf Ziele in Sanaa wurden am Freitag 20 Menschen getötet, wie Augenzeugen berichteten.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon äußerte seine Besorgnis über die anhaltenden Kämpfe im Jemen. Mehr als 1200 Menschen seien in den vergangenen Wochen getötet worden, weitere 300 000 seien aus ihren Häusern geflohen, teilte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen in New York vom Donnerstag (Orszeit) mit. Die Angriffe, die auch Zivilisten und UN-Gebäude nicht aussparten, seien nicht akzeptabel und verletzten internationale Menschenrechte.