DVV sucht unter Hochdruck nach Bundestrainer-Nachfolger

Nach der Trennung von Giovanni Guidetti als Bundestrainer sucht der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) unter Hochdruck einen Nachfolger.

DVV sucht unter Hochdruck nach Bundestrainer-Nachfolger
Andrea Lasorte DVV sucht unter Hochdruck nach Bundestrainer-Nachfolger

«Es ist logisch, dass spätestens bis zum Beginn der Vorbereitung ein neuer Bundestrainer feststehen muss», sagte ein DVV-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Das Team um Kapitän Margareta Kozuch wird sich intensiv ab Mai auf die Europaspiele in Aserbaidschan vom 12. bis 28. Juni vorbereiten.

Im vor-olympischen Jahr hat der Verband auf der Suche nach einem neuen Trainer keine Zeit zu verlieren. Verbandsboss Thomas Krohne hatte schon angekündigt, dass der DVV eine zeitnahe Nachfolgeregelung anstrebe. Der DVV-Boss dürfte zusammen mit Sportdirektor Ralf Iwan und Vize-Präsident Michael Evers nach einem passenden Nachfolger suchen.

Erste Gespräche mit geeigneten Kandidaten seien bereits aufgenommen worden, sagte Krohne. Externe wie auch interne Lösungen, etwa mit Guidettis Assistent Felix Koslowski, sind denkbar.

Guidetti bewertete die gemeinsam beschlossene Trennung Krohne zufolge als richtig, «um nun den Weg für einen schnellen Neuanfang freizumachen». Wegen eines Vertrauensverlustes zwischen Mannschaft und Trainer bei der enttäuschenden WM 2014 hatten sich der Verband und Guidetti am Freitag getrennt.

Der Italiener, der noch einen Vertrag bis 2016 besaß, hatte die deutschen Frauen seit 2006 betreut und zweimal zu EM-Silber geführt. Deutschland war bei der WM in Italien trotz ausgegebenen Medaillenziels aber nur Neunter geworden. Das Betriebsklima war spätestens seitdem empfindlich gestört.