EADS wieder im Rennen um Kampfflugzeugauftrag aus Südkorea

Im Bieterwettstreit um einen großen Kampfflugzeugauftrag aus Südkorea sind die Karten neu gemischt.

EADS wieder im Rennen um Kampfflugzeugauftrag aus Südkorea
Erwin Scheriau EADS wieder im Rennen um Kampfflugzeugauftrag aus Südkorea

Erwartet wurde, dass die südkoreanische Beschaffungsbehörde den Auftrag über rund 7,2 Milliarden Dollar in dieser Woche an den US-Hersteller Boeing vergibt. Bei einer Sitzung der Behörde für Rüstungsbeschaffung sei am Dienstag entschieden worden, den Beschaffungsvorgang noch einmal neu zu beginnen, teilte das Verteidigungsministerium Südkoreas mit.

Boeing war anders als Lockheed Martin und der europäische EADS-Konzern nach Informationen aus Seoul zwar der einzige Bieter, der innerhalb des südkoreanischen Budgets geblieben war. «Der Preis ist nicht mehr die Hauptsorge», erklärte nun ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul.

Boeings F-15SE sei bei einem Gutachten aufgrund fehlender Tarneigenschaften nach Lockheed Martins F-35 nur auf den zweiten Platz gekommen, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Südkorea plant seine Flotte von in die Jahre gekommenen F-4s und F-5s Kampfjets des US-Herstellers McDonnell Douglas ab 2017 mit 60 neuen Kampfflugzeugen zu erneuern. Um den Auftrag beworben hatten sich Boeing, Lockheed Martin sowie EADS mit dem Eurofighter.