Ebola-Impfstoff wird bald in betroffenen Regionen getestet

Mit Hochdruck arbeiten auch deutsche Forscher daran, dass ein Impfstoff gegen Ebola bald im Ausbruchsgebiet von Westafrika getestet werden kann. Ende Januar oder Anfang Februar könne es dort losgehen, sagte der Virologe Stephan Becker in Marburg.

Ebola-Impfstoff wird bald in betroffenen Regionen getestet
Thomas Strecker Ebola-Impfstoff wird bald in betroffenen Regionen getestet

Mit den ersten, teils noch vorläufigen Ergebnissen der internationalen Versuche zeigte sich der Wissenschaftler zufrieden: «Ich glaube, alle sind froh, dass keine schweren Nebenwirkungen aufgetreten sind.»

Die klinische Erprobung des Impfstoffes war im November gestartet. 200 bis 300 Teilnehmer lassen sich in Hamburg, in der Schweiz und in Afrika außerhalb der aktuellen Ebola-Gebiete impfen.

Bei der Untersuchung zur Impfwirkung in den Ebola-Regionen stoßen die Forscher auf ungeahnte Schwierigkeiten - die auch ein Grund zur Freude sind: Die Zahl der Ebolakranken sinkt, es gibt nun eher punktuelle, lokale Ausbrüche der Krankheit, wie Becker erläuterte.

Das sei wunderbar, bedeute aber für die Erprobung des Impfstoffes einen immensen logistischen Aufwand: «Wenn Sie gar nicht so genau wissen, wo der Ausbruch stattfindet, er heute hier und morgen da ist, dann ist das eine riesige Herausforderung.»