«Ein Gott»: Ausstellung gegen Intoleranz in Berlin

Die gemeinsame Geschichte von Juden, Christen und Muslimen im alten Ägypten will eine Ausstellung in Berlin in Erinnerung rufen.

«Ein Gott»: Ausstellung gegen Intoleranz in Berlin
Stephanie Pilick «Ein Gott»: Ausstellung gegen Intoleranz in Berlin

Unter dem Titel «Ein Gott - Abrahams Erben am Nil» sind vom 2. April an im Bode Museum rund 250 Exponate aus der Zeit von der Antike bis zum Mittelalter zu sehen. Die Organisatoren gaben am Dienstag einen ersten Einblick in die Schau. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, erhofft sich gegenseitiges Verständnis und Toleranz.

Die Ausstellung auf der Museumsinsel wird von den drei Berliner Häusern Ägyptisches Museum, Museum für Islamische Kunst und Skulpturensammlung gemeinsam gestaltet. Hinzu kommen zahlreiche Leihgaben aus Paris, London und New York, aber auch aus Kairo und Alexandria. Nach dem Start in Berlin soll die Schau auch im British Museum in London gezeigt werden.

Im Fokus stehen nach Angaben der Veranstalter nicht so sehr die politischen und weltanschaulichen Beziehungen zwischen den drei Weltreligionen, sondern das alltägliche Miteinander. Der Urvater Abraham wurde in den Titel aufgenommen, weil er in allen drei Religionen als Vorbild für den Glauben an einen Gott gilt.