Ein spaßiger «Don Giovanni» in Berlin

Mit sinnfreiem Spaß und Slapstick-Nummern am laufenden Band feiert Regisseur Herbert Fritsch immer wieder große Publikumserfolge. Für seinen «Don Giovanni» an der Komischen Oper Berlin zog Fritsch am Sonntag wieder alle Register seiner Bühnentricks - lustvolle Wortspiele, übertriebene Gesten und sehr viel Klamauk.

Ein spaßiger «Don Giovanni» in Berlin
Jens Kalaene Ein spaßiger «Don Giovanni» in Berlin

Ob das Regiekonzept für diese Mozart-Oper aufging - darüber schieden sich bei der Premiere die Geister: Es gab viel Applaus aber auch etliche Buhrufe für den Regisseur.

Ungeteilt gefeiert wurden unter Leitung von Generalmusikdirektor Henrik Nánási der Tenor Günter Papendell in der Titelrolle, Jens Larsen als sein Diener Leporello sowie die Schwedin Erika Roos als Giovannis Verführungsopfer Donna Anna und der Australier Adrian Strooper als Annas Verlobter Don Ottavio.

Mit einer launigen Rede vor Beginn der Vorführung verabschiedete sich Intendant Barrie Kosky vom scheidenden Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Es sei sein letzter Premierenbesuch als Regierungschef, rief Kosky. Er dankte dem SPD-Politiker, der auch Kultursenator ist, dass er sich für den Erhalt der drei Berliner Opernhäuser eingesetzt habe.