Einbruch der VW-Aktie macht dem Dax zu schaffen

Der Abgas-Skandal von VW hat den Dax am Montag in Mitleidenschaft gezogen. Der deutsche Leitindex gab bis zur Mittagszeit um 0,51 Prozent auf 9865,35 Punkte nach.

Analysten und Aktienhändler reagierten mit Unverständnis und Ungläubigkeit auf das Eingeständnis von Volkswagen, mit Hilfe einer Software die Resultate von Abgasuntersuchungen bei Diesel-Autos in den Vereinigten Staaten geschönt zu haben. Die VW-Vorzugsaktie brach um rund 21 Prozent ein und fiel auf den tiefsten Stand seit 2012.

Dem Volkswagen-Konzern drohen neben einem nicht abzuschätzenden Imageschaden in den USA im schlimmsten Fall Strafzahlungen von mehr als 18 Milliarden US-Dollar. Inzwischen stoppten die Wolfsburger den Verkauf von Diesel-Autos mit Vierzylindermotoren. Die Papiere von Daimler und BMW, die auf dem US-Markt ebenfalls stark auf Diesel setzen, fielen um jeweils rund 3 Prozent.

Ebenfalls auf die Stimmung der Anleger drückte die sich nach der US-Zinsentscheidung am Donnerstagabend fortsetzende Unsicherheit über die Geldpolitik der Notenbank Fed. Zudem bleibt auch das Thema Griechenland auf der Agenda, das mit dem Sieg des Linksbündnisses Syriza wieder in den Bick rückte.

Der MDax der mittelgroßen Aktienwerte verlor gegen Mittag 0,30 Prozent auf 19 454,22 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax sank um 1,72 Prozent auf 1730,09 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 hingegen legte um 0,53 Prozent zu.