«Eine Schande»: Blatter kündigt Einspruch gegen Sperre an

Joseph Blatter will gegen seine Sperre durch die FIFA-Ethikkommission vorgehen. Der für acht Jahre aus dem Fußball verbannte Schweizer kündigte einen Einspruch beim Berufungskomitee des Weltverbands FIFA und beim Internationalen Sportgerichtshof CAS an.

«Eine Schande»: Blatter kündigt Einspruch gegen Sperre an
Patrick B. Kraemer «Eine Schande»: Blatter kündigt Einspruch gegen Sperre an

«Ich werde kämpfen, für mich, für die FIFA», sagte Blatter. Der bisherige FIFA-Präsident war zuvor ebenso wie der europäische Verbandschef Michel Platini wegen Verstößen gegen das FIFA-Ethikreglement gesperrt worden. Hintergrund ist eine dubiose Zahlung von zwei Millionen Franken an Platini aus dem Jahr 2011.

Dieser Deal sei nach Schweizer Recht völlig sauber gewesen, beteuerte Blatter. Auch ein Einspruch bei zivilen Schweizer Gerichten sei nun möglich, erklärte er nach Beratung mit seinen Anwälten. Das Urteil der FIFA-Ethikhüter sei «eine Schande», sagte Blatter.

Der 79-Jährige betonte, er gehe weiter fest davon aus, am 26. Februar den außerordentlichen Kongress zur Wahl seines Nachfolgers zu leiten. Auch Platini, der für das Amt des FIFA-Präsidenten kandidieren will, werde dann dabei sein. Die Ethikkommission habe nicht das Recht, den gewählten FIFA-Chef aus dem Fußball zu verbannen, erklärte Blatter. «Zu sagen, dies wäre ein guter Tag für die FIFA, ein guter Tag für den Fußball, wäre völlig falsch», sagte Blatter.