Eine Tote bei Anti-Terror-Einsatz im Norden von Paris

Denis (dpa) - Bei einem Anti-Terror-Einsatz in Saint-Denis bei Paris hat sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft eine Frau in die Luft gesprengt.

Sie habe bei Beginn des Zugriffs der Polizei in einer Wohnung ihre Sprengstoffweste gezündet, teilte die Behörde mit. Drei Männer seien in der Wohnung von Spezialkräften festgenommen worden. Zudem seien ein Mann und eine Frau in der Nähe in Gewahrsam genommen worden. Die Operation sei noch nicht abgeschlossen.

Zuvor hieß es in unbestätigten Berichten, bei dem Einsatz im Norden von Paris seien mindestens zwei Verdächtige getötet worden. In der Mitteilung der Staatsanwaltschaft gab es dazu keine Informationen. Der Zugriff richtete sich gegen den als Drahtzieher der Anschläge mit 129 Todesopfern gesuchten Islamisten Abdelhamid Abaaoud. Dies berichteten mehrere französische Medien unter Berufung auf Ermittler.

Der Einsatz spielte sich in einem Viertel im Zentrum des nördlichen Pariser Vororts ab, das nur etwa eineinhalb Kilometer vom Stade de France entfernt liegt. Dort hatten sich am Freitag als Teil der blutigen Terrorwelle drei Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt.

Die Polizei rief die Menschen in der Gegend auf, zu Hause zu bleiben. Die Stadt Saint-Denis kündigte an, die Schulen in dem Bereich blieben geschlossen. In den Straßen bezogen zahlreiche Soldaten Stellung.