Einzelhandel im Juli deutlich stärker als im Vorjahr

Der deutsche Einzelhandel kann zumindest im Jahresvergleich auf einen starken Juli zurückblicken. Die Umsätze lagen zu unveränderten Preisen (real) um 2,3 Prozent über dem Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

Nominal hatten die Händler sogar 4,2 Prozent mehr Geld in den Kassen. Allerdings hatte der Juli in diesem Jahr mit 27 Verkaufstagen einen Verkaufstag mehr als der Juli 2012.

Um Kalender- und Saisoneinflüsse bereinigt sank der reale Umsatz im Vergleich zum Juni 2013 überraschend um 1,4 Prozent. Volkswirte hatten im Monatsvergleich mit einem Anstieg um 0,6 Prozent gerechnet. Nominal lag das Minus bei 1,3 Prozent.

Dieser Rückgang sollte nach Einschätzung der Berenberg Bank nicht überbewertet werden. Ökonom Christian Schulz erwartet, dass die schwachen Juli-Daten noch nach oben revidiert werden: Dank eines nach wie vor robusten Arbeitsmarktes und einer niedrigen Inflation sei damit zu rechnen, dass der private Konsum in Deutschland die konjunkturelle Entwicklung weiterhin stützen werde, schreibt Schulz.

Von Januar bis einschließlich Juli 2013 erreichte der Einzelhandel laut Bundesamt mit einem minimalen realen Minus von 0,1 Prozent fast exakt die Größenordnung des Vorjahres. Nominal legten die Erlöse in den sieben Monaten um 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu.