Eltern von Reeva Steenkamp wollen Frauenhäuser finanzieren

Die Eltern des erschossenen Models Reeva Steenkamp wollen mit einer Stiftung im Namen ihrer Tochter südafrikanischen Frauen helfen. Sie wollten zwei Frauenhäuser eröffnen, eines in Port Elizabeth und eines in Kapstadt.

Eltern von Reeva Steenkamp wollen Frauenhäuser finanzieren
Ihsaan Haffejee Eltern von Reeva Steenkamp wollen Frauenhäuser finanzieren

Das sagte June Steenkamp der britischen «Times» in Pretoria. «Da gibt es sehr arme Viertel und sie haben kaum etwas, was ihnen in dieser Richtung helfen kann.»

Reeva Steenkamp war im vergangenen Jahr im Alter von 29 Jahren von ihrem Freund, dem südafrikanischen Paralympics-Star Oscar Pistorius (27), erschossen worden. Am Dienstag war der beinamputierte Sportler wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Von der Entschuldigung Pistorius' im Gerichtssaal sei sie «unbewegt» gewesen, schreibt die trauernde Mutter in ihrem Buch «Reeva: a Mother's Story» (Reeva: Die Geschichte einer Mutter), das am 6. November auf Englisch erscheint und aus dem die «Times» vorab eine Passage abgedruckt hat. «Warum entscheidet er, mich in einem im Fernsehen übertragenen Prozess vor der ganzen Welt um Verzeihung zu bitten?» Sie habe nicht so wirken wollen, als täte Pistorius ihr leid. «Es hätte in den Augen anderer die Schrecklichkeit dessen gemindert, was er getan hatte.»