EM-Rekord bei den Quoten - TV-Konkurrenz ohne Chance

Der Traum von der Europameisterschaft ist nach dem 0:2 gegen Gastgeber Frankreich geplatzt. Aber trotz der Niederlage stellte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend einen neuen EM-Einschaltquoten-Rekord auf.

EM-Rekord bei den Quoten - TV-Konkurrenz ohne Chance
Arne Dedert EM-Rekord bei den Quoten - TV-Konkurrenz ohne Chance

29,82 Millionen Zuschauer verfolgten ab 21 Uhr, wie sich die deutsche Elf aus dem Turnier verabschiedete. Der Marktanteil lag bei 80,6 Prozent.

Den Bestwert einer Europameisterschaft hielt bislang der Halbfinalsieg gegen die Türkei im Jahr 2008 mit 29,46 Millionen Zuschauern. Damals lag der Marktanteil mit 81,5 Prozent sogar etwas höher. Besucher von Public Viewings und Kneipengänger sind bei den Messungen nicht berücksichtigt - die Gesamtzahl der Zuschauer lag also noch deutlich höher.

Im Gesamtranking aller Fußballspiele schob sich die Niederlage vom Donnerstag sogar auf Platz vier vor dem WM-Halbfinale gegen Italien 2006 bei dem Turnier im eigenen Land. Unangefochten auf Platz eins bleibt das WM-Finale gegen Argentinien 2014 mit 34,57 Millionen Zuschauern (86,2 Prozent).

Das restliche Fernsehprogramm hatte gegen den EM-Hit nicht den Hauch einer Chance. Am besten schlug sich noch die Wiederholung des Donna-Leon-Krimis «Das Mädchen seiner Träume» im Ersten mit 2,40 Millionen Zuschauern (7,1 Prozent) ab 20.15 Uhr. Die «Tagesschau» hatten zuvor ab 20 Uhr noch 4,61 Millionen Zuschauer (18,3 Prozent) im Blick.

Auf die beiden Folgen der RTL-Serie «Doctor's Diary» entfielen lediglich 0,88 Millionen Zuschauer (2,6 Prozent), auf die erste Episode der Sat.1-Krimiserie «Criminal Minds» 1,08 Millionen (3,5 Prozent) und auf die zweite ab 21.15 Uhr 0,51 Millionen (1,3 Prozent).

Aufs Jahr gesehen liegt das ZDF derzeit mit einem Marktanteil von 13,5 Prozent unter den deutschen TV-Sendern auf Platz eins. Dahinter folgt das Erste mit 12,5 Prozent. Dann schließt sich der private Marktführer RTL mit 9,9 Prozent auf Platz drei an. Es folgen Sat.1 (7,2 Prozent), ProSieben (5,1 Prozent), Vox (5,0 Prozent), Kabel eins (3,8 Prozent), RTL II (3,5 Prozent) und Super RTL (1,7 Prozent).