Empire State Building stößt an der Börse auf verhaltenes Interesse

Bereits «King Kong» hat vom Empire State Building auf New York City herabgeschaut, genauso wie Millionen Touristen. Nach langer Vorbereitung geht das Wahrzeichen der Stadt nun an die Börse. Allerdings ist das Interesse verhalten.

Empire State Building stößt an der Börse auf verhaltenes Interesse
Justin Lane Empire State Building stößt an der Börse auf verhaltenes Interesse

Der Ausgabepreis für Anteilsscheine an dem legendären Hochhaus sowie weiteren Immobilien in und um New York City lag am unteren Ende der anvisierten Spanne. Die Einnahmen liegen damit bei 929,5 Millionen Dollar (687 Mio Euro). Erhofft hatten sich die Verantwortlichen fast 1,1 Milliarden Dollar.

Das einzelne Papier kostete die Investoren der ersten Stunde 13 Dollar. Im Vorfeld schienen bis zu 15 Dollar möglich. Mit dem Start des Handels an der Wall Street werde an diesem Mittwoch gerechnet, erklärte der Empire State Realty Trust am Vorabend in New York. Die Börse eröffnet um 15.30 Uhr deutscher Zeit.

Die Familie Malkin, die das Empire State Building kontrolliert, hatte den Börsengang schon vor fast zwei Jahren angestoßen. Es folgten Auseinandersetzungen mit anderen Anteilseignern, die gegen das Vorhaben waren. Die Malkins gewannen letztlich. In den vergangenen Monaten waren zudem direkte Kaufangebote für das Hochhaus eingegangen, die die Familie aber ausschlug.

Das Empire State Buildung wurde 1931 fertiggestellt und war mit seinen 443 Metern oder 102 Stockwerken seinerzeit das höchste Gebäude der Welt. Der Wolkenkratzer mit der markanten Spitze erlangte Berühmtheit durch den Film «King Kong».

Das Hochhaus bildet mit 17 anderen Büro- und Geschäftsgebäuden einen Real Estate Investment Trust. Diese REIT können wie normale Aktiengesellschaften an der Börse gehandelt werden.

Die Familie Malkin wird auch nach dem Börsengang die Kontrolle über das Wahrzeichen der Millionenmetropole behalten. Möglich wird dies durch spezielle Aktien, die besonders viele Stimmrechte besitzen.