EnBW rutscht wegen Energiewende-Lasten in die roten Zahlen

Unter den anhaltenden Belastungen der Energiewende ist EnBW im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gerutscht.

Der nach Eon und RWE drittgrößte deutsche Versorger wies in Karlsruhe unterm Strich 450,7 Millionen Euro Verlust aus. 2013 hatte es noch einen geringen Nettogewinn von 51 Millionen Euro gegeben.

EnBW begründete die Entwicklung mit einer hohen Wertberichtigung auf seine Kohlekraftwerke vom Juni 2014. Die Anlagen wurden um 1,2 Milliarden Euro niedriger angesetzt, weil sie nicht mehr rentabel bewirtschaftet werden können. Der Ökostrom-Boom drückt bei Betreibern konventioneller Kraftwerke immer stärker auf die Ergebnisse. EnBW hat jedoch auch bereits hohe Summen in erneuerbare Energien investiert.

Mit dem Verkauf von Strom, Gas, Wasser und Dienstleistungen machte das Unternehmen 2014 einen Umsatz von 21 Milliarden Euro - 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen lag bei 2,17 Milliarden Euro (minus 2,6 Prozent).