Ende für Steuertricks: OECD legt globale Regeln vor

Für internationale Konzerne wird es künftig schwieriger, mit Briefkastenfirmen und grenzüberschreitenden Transaktionen den Fiskus auszutricksen.

Ende für Steuertricks: OECD legt globale Regeln vor
Jens Kalaene Ende für Steuertricks: OECD legt globale Regeln vor

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) legte einen 15-Punkte-Plan gegen aggressive Steuergestaltungen und Gewinnverlagerungen vor.

Damit sollen legale Schlupflöcher, die vor allem global agierende Konzerne wie Apple, Amazon, Google oder Starbucks zur Senkung ihrer Steuerlast legal nutzen, gestopft werden. Die führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) wollen das Paket diese Woche am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Lima beschließen.

Durch Gewinnverschiebungen - das sogenannte Base Erosion and Profit Shifting (BEPS) - gehen den Staaten jährlich schätzungsweise 100 bis 240 Milliarden US-Dollar verloren. Dies wollen die Top-Wirtschaftsmächte und Entwicklungsländer nicht mehr hinnehmen.