Endgültiger Laborbefund zur Vogelgrippe steht noch aus

Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in Niedersachsen wartet die Geflügelwirtschaft mit Bangen auf die Laboranalyse. Diese soll Klarheit über die Gefährlichkeit des Erregers bringen.

Endgültiger Laborbefund zur Vogelgrippe steht noch aus
Carsten Rehder Endgültiger Laborbefund zur Vogelgrippe steht noch aus

Zwar konnte das Friedrich-Loeffler-Institut bereits ermitteln, dass es sich bei dem Vogelgrippefall im Kreis Cloppenburg um den Subtyp H5N8 handelt. Am Dienstagmittag stand aber noch nicht fest, ob die im November in Mecklenburg-Vorpommern und den Niederlanden festgestellte aggressive Variante oder eine mildere Form vorliegt. Das sagte eine Sprecherin des Instituts auf der Ostseeinsel Riems.

Nach dem Nachweis der Vogelgrippe auf dem Geflügelhof in der Gemeinde Barßel wurde das Töten der knapp 20 000 Tiere dort angeordnet. Außerdem wurde der Kreis Cloppenburg, eine der Hochburgen der Geflügelzucht in Niedersachsen, zur Überwachungszone erklärt. Alle Transporte von Geflügel zu oder von Betrieben dort wurden für zunächst 72 Stunden untersagt.

Alleine im Kreis Cloppenburg werden knapp 13,5 Millionen Puten und Hühner gehalten. Niedersachsen ist mit rund 100 Millionen Stück Geflügel der wichtigste Geflügelproduzent in Deutschland. Zuletzt waren nach einem Ausbruch einer milden Variante der Vogelgrippe in Niedersachsen 2008 rund 300 000 Tiere getötet worden. Schwerpunkt war der Landkreis Cloppenburg.

Sollte sich die gefährliche Variante der Vogelgrippe bestätigen, werden in einem Sperrbezirk um den betroffenen Hof auf anderen Betrieben voraussichtlich 200 000 weitere Tiere getötet, sagte ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover. Über weitere Einschränkungen für die Geflügelwirtschaft wird dann beraten.