Energie des Mini-Labors «Philae» dürfte bald verbraucht sein

Zwei Tage nach der abenteuerlichen Landung auf dem Kometen «Tschuri» sind die Arbeitstage für das Mini-Labor «Philae» gezählt.

«Es wäre unerwartet, wenn Samstag noch genügend Energie da ist», sagte Flugdirektor Andrea Accomazzo im Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumagentur Esa in Darmstadt. Laut «Philae»-Projektleiter Stephan Ulamec stelle sich das Team zwar noch auf Arbeit ein, «aber der Samstag ist unrealistisch».

Laut dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln wird «Philae» erst mal in den Schlaf versetzt. Möglicherweise könne das Labor Energie tanken, wenn es auf «Tschuri» Richtung Sonne geht.

Die Batterie des Robotergerätes ist auf etwa zweieinhalb Tage ausgelegt. «Philae» befindet sich auf dem Kometen in einer eher schattigen Position.

Dem waschmaschinengroßen Labor war am Mittwoch nach zehn Jahren Reise im All eine abenteuerliche Landung auf dem Kometen gelungen.