England erste Nation bei EM 2016 - Russen siegen

Das Fußball-Mutterland geht voraus. Als erste Nation hat sich England für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich qualifiziert. Die Mannschaft von Trainer Roy Hodgson holte die dazu notwendigen drei Punkte in Serravalle gegen San Marino.

Der Tabellenerste England gewann die Partie beim Schlusslicht der E mit 6:0 (2:0). Die «Three Lions» bauten damit ihren Punktekonto auf 21 aus. Damit kann Slowenien - zunächst Vierter mit neun Punkten vor dem Spiel am Abend gegen die Schweiz (2./12) - höchstens noch gleichziehen. Da aber im direkten Vergleich England beide Partie gegen die Slowenen bereits gewonnen hat, ist Hodgson und seinen Schützlingen das EM-Ticket drei Spieltage vor Ende nicht mehr zu nehmen.

Für die Tore gegen San Marino sorgten Wayne Rooney (13./Foulelfmeter), Ross Barkley (46.), Theo Walcott (68./78.) und Harry Kane (77.). Zudem war San Marinos Christian Brolli ein Eigentor (30.) unterlaufen. Kapitän Rooney egalisierte mit seinem Treffer in seinem 106. Länderspiel die Rekordmarke von Sir Bobby Charlton. Der mittlerweile 77-Jährige hatte in ebenso vielen Länderspielen ebenfalls 49 Tore für England erzielt.

Im zweiten Spiel der Gruppe E schlug Estland Litauen mit 1:0 und rückte damit vorübergehend auf den dritten Platz (10).

Einem immens wichtigen Sieg erzielte der künftige WM-Gastgeber Russland. Im vermeintlichen Schicksalsspiel mit dem neuen Nationaltrainer Leonid Sluzki feierten die Russen gegen Schweden einen 1:0-Erfolg. Den einzigen Treffer der Partie in Moskau erzielte Artem Dsjyuba in der 38. Minute. In der Gruppe G verkürzte das drittplatzierte Team Russlands (11) den Rückstand auf die Schweden (12) um Superstar Zlatan Ibrahimovic auf einen Punkt.

An der Spitze ist Österreich (16), das am Abend zuhause gegen Moldau antreten musste. Bei einer Niederlage der Russen und einem Sieg Österreichs wäre das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Marcel Koller sicher für die EM qualifiziert gewesen.

Spannung verspricht weiterhin die Gruppe C mit Titelverteidiger Spanien. Verfolger Ukraine wahrte den Kontakt mit nunmehr 15 Punkten. Der ehemalige EM-Co-Gastgeber feierte im heimischen Lwiw einen 3:1-Sieg über Weißrussland (4 Punkte) und zog zunächst nach Punkten mit den Spaniern gleich. Die Iberer empfingen am Abend Spitzenreiter Slowakei (18).