Entscheidende grün-schwarze Sondierungsrunde in Stuttgart

Rund zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl steuern Grüne und CDU in Baden-Württemberg auf ein bundesweit einmaliges Regierungsbündnis zu. Die beiden Parteien loten am Nachmittag in Stuttgart noch einmal die Chancen für eine grün-schwarze Koalition aus.

Entscheidende grün-schwarze Sondierungsrunde in Stuttgart
Bernd Weißbrod Entscheidende grün-schwarze Sondierungsrunde in Stuttgart

An diesem Mittwoch wollen die CDU-Gremien voraussichtlich über die offizielle Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit den Grünen entscheiden.

In den vorangegangenen Sondierungsgesprächen hatten beide Seiten erste Gemeinsamkeiten entdeckt. Grün-Schwarz ist nach der Landtagswahl vom 13. März die einzig verbliebene Möglichkeit, eine stabile Regierung zu bilden. Die beiden theoretisch möglichen Dreierbündnisse unter Einbeziehung von SPD und FDP hatten sich zerschlagen.

CDU-Fraktionschef Guido Wolf, der Spitzenkandidat seiner Partei zur Landtagswahl war, sieht sich weiter Rücktrittsforderungen ausgesetzt. CDU-Vorstandsmitglied Romen Link sagte dem «Südkurier» (Dienstag), nach einer solchen krachenden Niederlage sei es an der Zeit, dass jeder seine Rolle überdenke. «Aus meiner Sicht wäre zwingend gewesen, wenn auch am Wahlabend eine entsprechende Reaktion auf das katastrophale Ergebnis gekommen wäre, wenn man es mit Demut anerkannt und möglicherweise Konsequenzen gezogen hätte.» Wolf lehnt einen Rücktritt bislang ab.