Entwicklungsminister Müller in den Nordirak gereist

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ist in den Nordirak gereist. Angesichts der dramatischen Lage und der wachsenden Zahl der Flüchtlinge will er sich über die Verwendung der deutschen Hilfsleistungen informieren.

Entwicklungsminister Müller in den Nordirak gereist
Rainer Jensen Entwicklungsminister Müller in den Nordirak gereist

Außerdem sind nach Angaben seines Ministeriums Besuche in den Aufnahmelagern für irakische und syrische Flüchtlinge geplant.

Vor seinem Abflug in die Kurdenhauptstadt Erbil verlangte Müller zusätzliche Hilfen für die Region. «Auf der Flucht vor IS-Terroristen und dem Bürgerkrieg in Syrien haben mehr als zwei Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak Zuflucht in der kurdischen Autonomieregion gefunden», sagte er. Die internationale Gemeinschaft dürfe die kurdische Regionalregierung jetzt nicht alleine lassen. «Der Winter kommt bald, und das bedeutet für die Menschen in den Flüchtlingsgebieten eine zusätzliche Härte. Sie brauchen jetzt unsere Hilfe.»

Deutschland hat nach Worten von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier die humanitäre Hilfe für Flüchtlinge in Syrien, Irak und den Nachbarländern um zehn Millionen Euro erhöht. Seit 2012 habe die Bundesrepublik für Flüchtlinge in Syrien und Irak sowie Menschen, die von dort in Nachbarländer geflohen sind, insgesamt etwa 660 Millionen Euro bereitgestellt, hieß es in Regierungskreisen.