Erben verklagen Deutschland vor US-Gericht wegen Welfenschatz

Im Streit um den legendären Welfenschatz haben die Erben jüdischer Kunsthändler Deutschland vor einem US-Gericht verklagt. Sie werfen der Bundesrepublik vor, den millionenschweren mittelalterlichen Kirchenschatz nicht herauszugeben, obwohl es sich um NS-Raubkunst handele. Die Kläger schätzen den Wert auf mindestens 220 Millionen Euro. Kulturstaatsministerin Monika Grütters reagierte gelassen. Für die Bundesregierung gelte weiter die Empfehlung der sogenannten Limbach-Kommission, die beim Welfenschatz keine Anhaltspunkte für NS-Raubkunst gesehen habe.