Erfolg der Welthandelskonferenz auf Bali noch ungewiss

Trotz nächtelanger Bemühungen von Diplomaten kann der Welthandelskonferenz auf Bali in der kommenden Woche kein unterschriftsreifes Gesamtabkommen vorgelegt werden.

Ein Durchbruch zur Liberalisierung des globalen Handels wird nun von den beteiligten Ministern der 159 Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) erwartet. Dies verlautete aus diplomatischen Kreisen am Rande der letzten Vorbereitungsrunde im WTO-Generalrat in Genf.

Im höchsten WTO-Gremium zwischen den alle zwei Jahre stattfindenden Ministerkonferenzen ging es um das sogenannte Bali-Paket. Über einige der darin vorgesehenen Reformen hatten sich die Verhandlungsführer der WTO-Mitglieder in den letzten zehn Wochen bereits verständigen können. Dazu gehören etwa Absprachen über eine schrittweise Reduzierung direkter und versteckter Agrarsubventionen.

Keine Einigung gab es dem Vernehmen nach dagegen bei angestrebten Handelserleichterungen wie dem Bürokratieabbau in der Zollabwicklung. Dazu soll nun bei der Konferenz auf der indonesischen Insel Bali vom 3. bis 6. Dezember nach einem Kompromiss gesucht werden.