Ermittler untersuchen Bergwerks-Tragödie

Die thüringische Kali-Grube Unterbreizbach bleibt nach dem schweren Unglück gesperrt. Bergamt und Staatsanwaltschaft ermitteln, wie es zu dem gewaltigen Gasausbruch nach einer Routinesprengung in dem Bergwerk kommen konnte.

Ermittler untersuchen Bergwerks-Tragödie
Daniel Reinhardt Ermittler untersuchen Bergwerks-Tragödie

Für ihre Ermittlungen zu der Tragödie mit drei Toten hat die Staatsanwaltschaft Werksunterlagen sichergestellt. Die Staatsanwaltschaft untersucht nach eigenen Angaben, ob es möglicherweise ein Verschulden Dritter gegeben hat.

Außerdem sollen die vier überlebenden Bergleute vernommen werden, teilte die Behörde in Meiningen mit. Die Ermittler setzen auch an diesem Donnerstag ihre Untersuchungen fort. Sie konnten wegen der hohen Kohlendioxid-Konzentrationen noch nicht an den Unglücksort vordringen. Nach Angaben der Werksleitung wird die Grube wegen des Gases wahrscheinlich für Tage gesperrt bleiben.

Eine Sprengung, mit der Kalisalze aus dem Gestein gebrochen werden, hatte am Dienstag zunächst sieben Bergleute eines Erkundungstrupps eingeschlossen. Vier von ihnen wurden gerettet. Sie seien inzwischen nicht mehr in ärztlicher Behandlung, teilte der Grubenbetreiber K+S Kali GmbH mit. Die drei toten Bergleute im Alter von 24, 50 und 56 Jahren wurden am Mittwochmorgen geborgen.