Erste Saisonpleite schockt Bayern: 1:4 in Wolfsburg

Für Bayern München war es laut Arjen Robben «ein kleiner Schock», für den VfL Wolfsburg war das 4:1 (2:0) mit den Worten von Trainer Dieter Hecking «ein Riesen-Fußballspiel».

Erste Saisonpleite schockt Bayern: 1:4 in Wolfsburg
Carmen Jaspersen Erste Saisonpleite schockt Bayern: 1:4 in Wolfsburg

Zum Rückrundenauftakt fügte der Tabellenzweite dem souveränen Spitzenreiter nicht nur die erste Saisonniederlage zu, sondern erteilte dem FC Bayern auch gleich noch eine Lehrstunde. Am Freitagabend kassierte das Team von Trainer Pep Guardiola in einer Partie so viele Gegentore wie in der gesamten Hinserie.

«Wir waren heute einfach nicht auf der Höhe», kommentierte Bayerns Mario Götze die böse Klatsche, die der überragende Kevin De Bruyne (53. Minute/73.) und Bas Dost (4./45.+2) mit je zwei Toren besiegelten. Für die harmlosen und in der Defensive schwachen Münchner traf lediglich Juan Bernat (55.). «Gegen solche Spieler wie Kevin De Bruyne muss man das einfach besser machen», sagte Bayern-Kapitän Bastian Schweinsteiger, und Robben befand: «Man kann mal ein Spiel verlieren, aber 1:4 ist schon ein kleiner Schock.»

Für Bayern-Coach Guardiola lag die auch in der Höhe verdiente Niederlage auch an der Siegesserie in der ersten Saisonhälfte. «Es ist schwer, wenn du gewinnst und gewinnst», sagte der Spanier: «Die Zuschauer denken, es ist einfach. Die Spieler denken, es ist einfach. Und der Trainer denkt, es ist einfach.» Stattdessen waren die Bayern klar unterlegen. «Wir haben diese Niederlage verdient», sagte der Bayern-Coach. «Sie zeigt, wie schwer Fußball ist.» Mit Blick auf das am Dienstag folgende Heimspiel gegen den FC Schalke 04 kündigte Guardiola an: «So schnell wie möglich werden wir zurückkommen.»

Noch immer führt der Titelverteidiger die Tabelle mit acht Punkten an, doch Verfolger Wolfsburg schickte gleich am ersten Rückrundenspieltag ein starkes Signal an die Bayern. «Meine Mannschaft hat heute etwas geschafft, worauf sie sehr stolz sein kann», sagte Wolfsburgs Coach Hecking.

Im ersten Pflichtspiel nach dem Unfalltod von Mittelfeldspieler Junior Malanda sorgten die VfL-Fans vor dem Spitzenspiel mit einer Choreographie für Gänsehaut-Momente. 30 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion und bewegte Spieler auf beiden Seiten gedachten Malandas mit einer ungewöhnlichen Aktion: Statt einer Schweigeminute klatschten alle Beteiligten rhythmisch. «Das war sehr emotional», sagte VfL-Keeper Diego Benaglio.