Etatkrise im Netz: US-Behörden verzichten auf Updates

Wer in diesen Tagen die Internetseite des Weißen Hauses aufruft, sieht erst einmal Schwarz. «Die Informationen auf dieser Website könnten veraltet sein», werden Besucher gewarnt. «Möglicherweise sind wir nicht in der Lage, auf Ihre Anfrage zu antworten.»

In der US-Haushaltskrise sind viele Einrichtungen der Verwaltung lahmgelegt und selbst das Weiße Haus läuft im Notbetrieb. Deshalb werden auch einige Webseiten und Twitter-Konten nur noch sparsam oder überhaupt nicht mehr gefüttert.

Die Bundespolizei FBI stellt seit Dienstag nur Informationen ins Netz, die in «direktem Bezug zum Schutz von Leben und Eigentum» stehen. Auch das Pentagon warnt während des sogenannten «Government Shutdown» mit einem roten Balken, dass Inhalte auf seiner Homepage veraltet sein können.

Das Finanzministerium versichert: «Sobald die Finanzierung wiederhergestellt und der Shutdown vorbei ist, werden wir den normalen Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen.» Ähnliche Warnungen finden sich beim Justiz- und beim Handelsministerium. Die Seite der Raumfahrtbehörde Nasa ist überhaupt nicht mehr erreichbar. Viele US-Botschaften haben ihre Twitter-Mitteilungen zurückgefahren.

Besonders Journalisten und Regierungsmitarbeiter sind bei ihrer Arbeit auf die regelmäßigen Aktualisierungen der US-Behörden angewiesen. Verzichten mussten sie wegen des Stillstandes bereits auf einen der wichtigsten US-Konjunkturberichte, die neuen Arbeitsmarktdaten. Auf der Seite heißt es: «Diese Seite wurde zum letzten Mal am Montag, dem 30. September aktualisiert.»