EU-Außenminister sprechen auf Ereignisse in der Türkei

Die Außenminister der EU-Staaten wollen heute in Brüssel darüber beraten, wie die Europäische Union auf die jüngsten Ereignisse in der Türkei reagieren kann.

EU-Außenminister sprechen auf Ereignisse in der Türkei
Olivier Hoslet EU-Außenminister sprechen auf Ereignisse in der Türkei

Länder wie Österreich machten bereits im Vorfeld des Treffens klar, dass ihrer Meinung nach auch Druck auf den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ausgeübt werden muss. Demnach darf die EU nicht akzeptieren, dass die türkische Regierung nach dem gescheiterten Putsch willkürlich politische Gegner verfolgt.

Mit Spannung erwartet wird in Brüssel zudem der Auftritt von Boris Johnson. Der Brexit-Wortführer und frühere Londoner Bürgermeister ist wenige Tage nach seiner Ernennung zum neuen britischen Außenminister zum ersten Mal bei einem EU-Treffen dabei. Im erfolgreichen Wahlkampf für einen EU-Austritt seines Landes hatte Johnson wiederholt mit wenig diplomatischen Äußerungen für Aufsehen gesorgt. Einmal verglich er sogar die Politik der EU mit der von Adolf Hitler.

Zu den lange geplanten Themen des Außenministertreffens zählen die Beziehungen der EU zu China sowie zu lateinamerikanischen Staaten. Nach dem Anschlag in Nizza soll zudem auf Wunsch Frankreichs hin über den Kampf gegen Terrorismus gesprochen werden. Als Gast reist US-Außenminister John Kerry an. Mit ihm soll bei einem Arbeitsfrühstück auch über die Lage in Syrien und Libyen diskutiert werden.