EU-Behörde untersucht «Beinahe-Zusammenstöße» mit Militärmaschinen

Mehrere «Beinahe-Zusammenstöße» zwischen zivilen Flugzeugen und Militärmaschinen beschäftigen die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA).

Die EU-Behörde mit Sitz in Köln habe von der EU-Kommission einen Auftrag zur Prüfung erhalten, teilte die EASA mit. An mindestens einem der Vorfälle sei ein russisches Flugzeug beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das westliche Verteidigungsbündnis Nato hatte zuletzt wiederholt auf Flugmanöver russischer Bomber und Kampfjets in der Nähe des EU-Luftraums hingewiesen.

Die EASA teilte mit, sie untersuche eine Serie von Vorfällen in den vergangenen Monaten. «Wie von verschiedenen EU-Mitgliedstaaten berichtet, waren die Transponder der Militärmaschinen ausgeschaltet und es war nicht möglich, Funkkontakt mit ihnen aufzunehmen. Dies könnte eine unmittelbare Gefahr für die Sicherheit der zivilen Luftfahrt dargestellt haben.» Der geschäftsführende Direktor der Behörde, Patrick Ky, sprach von «einer sehr ernsten Angelegenheit». Die EASA werde nun mit allen relevanten zivilen und militärischen Stellen in Kontakt treten.

Die Luftfahrtbehörde soll die Ursachen der Zwischenfälle untersuchen und Empfehlungen dazu geben, wie mögliche Gefahren für die zivile Luftfahrt minimiert werden können. Bis März 2015 will sie der EU-Kommission dazu Bericht erstatten.