EU dringt auf Freilassung Timoschenkos

Fünf Wochen vor der geplanten Unterzeichnung eines Assoziierungsabkommen mit der Ukraine haben die EU-Außenminister die Regierung in Kiew zur Freilassung der Oppositionsführerin Julia Timoschenko aufgefordert.

Ohne Lösung des Falles der inhaftierten und erkrankten Timoschenko sei das Abkommen nicht denkbar, sagten unter anderem die Außenminister Großbritanniens und Schwedens, William Hague und Carl Bildt, am Montag in Luxemburg zur Beginn eines EU-Treffens.

Der deutsche Minister Guido Westerwelle mahnte: «Das ist ein Fall von großer symbolischer Bedeutung. Und wir erwarten, dass dieser Fall von Frau Timoschenko vorher auch gelöst wird.» Es gebe jetzt nicht mehr viel Zeit, um die Unterzeichnung des Abkommens Ende November in Vilnius (Litauen) zu sichern. «Last-Minute-Aktionen sind nicht sinnvoll, sondern ausgesprochen riskant», sagte Westerwelle.