EU-Gipfel hält Tür für Ukraine offen

Die EU-Staats- und Regierungschefs halten der Ukraine auch nach dem gescheiterten Assoziierungsabkommen die Tür offen. Mehrere Staatenlenker unterstrichen am zweiten Tag ihres Gipfeltreffens in Brüssel, dass Europa zur Unterstützung für die Ukrainer bereit stehe.

EU-Gipfel hält Tür für Ukraine offen
Tatyana Zenkovich EU-Gipfel hält Tür für Ukraine offen

Litauens Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite betonte aber: «Europa ist offen für das ukrainische Volk. Aber nicht unbedingt für diese Regierung. Das ist die Botschaft.»

Das Vorhaben der EU, die Ukraine mit einem Assoziierungsabkommen enger an sich zu binden, war vorerst gescheitert. Das wirtschaftlich schwer angeschlagene Land rückte stattdessen näher an den mächtigen Nachbarn Russland heran. Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel warnte vor einem Bieterwettlauf zwischen der EU und Russland: «Wir sind keine Teppichhändler, wo gefragt wird, wer mehr bietet.»

Am zweiten Gipfeltag soll es auch wieder um den französischen Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik gehen. Zudem stehen die gemeinsame Flüchtlingspolitik und der Beginn von Verhandlungen mit dem Beitrittskandidaten Serbien auf der Agenda.