EU-Landwirtschaft kann mit Agrarreform ab 2014 grüner werden

Nach monatelangem Streit mit den Regierungen um eine grünere Ausrichtung und bessere Verteilung der Gelder hat das EU-Parlament am Mittwoch die Reform der Agrarpolitik verabschiedet.

EU-Landwirtschaft kann mit Agrarreform ab 2014 grüner werden
Nicolas Armer EU-Landwirtschaft kann mit Agrarreform ab 2014 grüner werden

Damit werden die Agrarmilliarden in der Europäischen Union bis zum Jahr 2020 neu verteilt. Nach der Abstimmung der Europa-Abgeordneten in Straßburg kann die Reform im kommenden Jahr in Kraft treten.

Bauern sollen künftig mehr für die Umwelt tun. Es geht dabei um erhebliche Summen: Allein im laufenden Jahr fließen knapp 40 Prozent des 130 Milliarden Euro schweren EU-Haushalts in die Landwirtschaft.

Kritik an dem jetzt beschlossenen Paket kam hauptsächlich von den Grünen. Viel zu wenig Geld sei richtig ökologisch ausgerichtet, sagte ihr agrarpolitischer Sprecher Martin Häusling. Es gebe so viele Ausnahmen, dass man kaum von wirklicher Veränderung sprechen könne.

Nach den neuen Bestimmungen soll fast ein Drittel der Direktzahlungen an die Landwirte für bestimmte ökologische Leistungen verwendet werden - etwa für den Erhalt von Grünflächen oder die Vielfalt des Anbaus mit einer Abkehr von Monokulturen.

Die Abgeordneten bestanden ebenfalls darauf, dass die Mittel nur an tatsächlich aktive Landwirte gehen, nicht an unproduktive Landbesitzer. Außerdem wird die Niederlassung von Junglandwirten gefördert. Sie sollen eine zusätzliche Beihilfe von 25 Prozent für die ersten fünf Jahre ihrer betrieblichen Existenz erhalten.