EU-Minister setzen Flüchtlingsverteilung gegen Widerstand durch

Gegen den Widerstand von vier mittel- und osteuropäischen Ländern haben die EU-Staaten die Verteilung von 120 000 Flüchtlingen in Europa beschlossen. Ungarn, Rumänien, Tschechien und die Slowakei stimmten gegen den Kompromiss, wie Diplomaten am Rande des Treffens der EU-Innenminister in Brüssel berichteten. Damit trafen die Minister überraschend eine Entscheidung lediglich mit der notwendigen Mehrheit und nicht - wie sonst bei wichtigen Fragen üblich - im Konsens aller Staaten. Details zu der Einigung - etwa welches Land wieviele Flüchtlinge aufnimmt - blieben zunächst offen.