EU-Parlament stimmt über Kreditkartengebühren ab

Das EU-Parlament stimmt heute über Obergrenzen bei Zahlungen mit Kreditkarten ab. Bei Kreditkarten soll ein Limit von 0,3 Prozent, bei sogenannten Debitkarten - etwa EC- oder Maestro-Karten - eine Grenze von 0,2 Prozent des zu zahlenden Preises gelten.

EU-Parlament stimmt über Kreditkartengebühren ab
Jens Kalaene EU-Parlament stimmt über Kreditkartengebühren ab

In Deutschland gilt derzeit ein Höchstsatz von 1,8 Prozent. Der Händler muss bei einem Kauf mit einer Kreditkarte eine Gebühr an seine Bank zahlen, die diese als Austauschgebühr an die Bank des Kunden weitergibt. Um diese Gebühren geht es in der Abstimmung.

Marktführer sind die beiden US-Firmen Mastercard und Visa. Sie erreichen gemeinsam einen Marktanteil von 90 Prozent. Bei einer Zustimmung der Parlamentarier in Straßburg kann die neue Regelung ab September in Kraft treten. Nach Angaben der EU-Kommission haben die rund 500 Millionen EU-Bürger etwa 727 Millionen Zahlkarten in ihren Portemonnaies. Dazu gehören auch die in Deutschland gebräuchlichen EC-Karten.