EU-Staaten wollen Grenzen wieder länger kontrollieren

In der Flüchtlingskrise wollen die EU-Staaten ihre Grenzen untereinander wieder für einen längeren Zeitraum kontrollieren. Wenn es erhebliche Mängel beim Schutz der EU-Außengrenzen gebe, dann sollten solche Kontrollen auch über sechs Monate hinaus möglich sein.

Darauf hätten sich die EU-Innenminister am Freitag verständigt, sagte der zuständige luxemburgische Minister Jean Asselborn nach dem Treffen.

Dies richtet sich insbesondere gegen Griechenland, dem die EU-Staaten vorwerfen, seine Grenzen etwa zur Türkei nicht ausreichend zu überwachen und Flüchtlinge unregistriert weiterreisen zu lassen. Asselborn sagte, man habe keinen bestimmten Staat im Blick. Er machte zudem klar: «Rechtlich gesehen ist es nicht möglich, einen Staat aus dem Schengen-Raum auszuschließen.»