EU-Staaten wollen mit Balkanländern Flüchtlingskrise angehen

Die EU will mit den Staaten des westlichen Balkans bei der Bewältigung des Flüchtlingsandrangs enger kooperieren. Diese Länder sollen die Grenzen zu Europa stärker schützen.

EU-Staaten wollen mit Balkanländern Flüchtlingskrise angehen
Edvard Molnar EU-Staaten wollen mit Balkanländern Flüchtlingskrise angehen

Gleichzeitig sollen sie Migranten in ihrem Land besser unterbringen, Asylverfahren schneller abwickeln und falls nötig abgelehnte Bewerber abschieben. Das geht aus dem Entwurf der Abschlusserklärung zur Westbalkan-Konferenz hervor, der der Deutschen Presse-Agentur dpa in Luxemburg vorliegt. Damit will die EU laut Diplomaten dafür sorgen, dass Flüchtlinge nicht mehr so zahlreich nach Westeuropa weiterreisen.

Zudem nehmen sich die Staaten vor, gemeinsam die Fluchtursachen wie den Bürgerkrieg in Syrien anzugehen. «Wir wollen uns verstärkt engagieren, um eine politische Lösung in Syrien zu finden», heißt es im Text. Ziel ist auch, gegen Menschenschmuggler und illegale Einwanderung vorzugehen. Am Abend (18.00 Uhr) treffen sich die Innen- und Außenminister der EU und der Westbalkanstaaten. Zu den Balkanländern zählen Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Serbien, Albanien, Montenegro und das Kosovo.