EU und USA suchen bei Klimakonferenz Allianz

Auf der Zielgeraden der Pariser Klimakonferenz schmieden die Teilnehmer fieberhaft neue Allianzen. Nach dem demonstrativen Schulterschluss mit 79 afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten will die EU nun auch die USA und eine Reihe lateinamerikanischer Staaten mit ins Boot holen.

Gespräche dazu waren am Mittwoch nach Angaben aus EU-Kreisen im Gange. Gleichzeitig wurde mit Spannung ein neuer Textentwurf für einen Weltklimavertrag erwartet.

Der amerikanische Außenminister John Kerry sagte, sein Land verkünde an diesem Tag formell die Teilnahme an einer Koalition der Ehrgeizigen. Was er damit meinte, machte Kerry nicht deutlich. Bei früheren Auftritten hatte US-Verhandler Todd Stern mit dieser Formulierung eine Allianz mit den am wenigsten entwickelten Staaten, bestimmten Entwicklungsländern, der EU und einer Gruppe von Industrieländern bezeichnet, der normalerweise auch Australien, Kanada und Japan zugerechnet werden.

Die Koalition könnte sich laut EU-Kreisen auf die regelmäßige Überprüfung der Klimaanstrengungen der Weltgemeinschaft alle fünf Jahre verständigen. Auch beim Thema Überprüfung von Klimaschutzmaßnahmen gebe es Gemeinsamkeiten.