Euro verliert - US-Geldpolitik im Fokus

Der Euro hat am Mittwoch vor Veröffentlichung des vielbeachteten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank («Minutes») verloren. Am Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,3374 US-Dollar und notierte damit fast einen Cent unter ihrem Vortagshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3384 (Dienstag: 1,3392) Dollar festgesetzt.

Euro verliert - US-Geldpolitik im Fokus
Jim Lo Scalzo Euro verliert - US-Geldpolitik im Fokus

Der Devisenmarkt blickt auf die US-Notenbank Fed, die am Abend ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung veröffentlichen wird. Beobachter erhoffen sich Hinweise darauf, wann die Fed ihre massiven Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft drosselt. Eine Verringerung der Dollar-Flut dürfte den Wert der US-Währung stützen. An den Märkten wird damit gerechnet, dass die Notenpresse schon bald etwas abgebremst wird.

In Asien geht das Zittern vor der Einschränkung der ultralockeren Geldpolitik in den USA weiter: Die indische Rupie fiel nach Interventionen der Zentralbank auf ein Rekordtief. Ein Dollar wurde mit bis zu 64,63 Rupien gehandelt. Auch die meisten anderen Landeswährungen der Region blieben unter Druck. Viele Schwellenländer Asiens waren in den vergangenen Jahren starke Profiteure der massiven Liquiditätsflut der großen Notenbanken. Nun wendet sich das Blatt und Investoren ziehen ihr Geld im großen Stil ab.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85295 (0,85490) britische Pfund, 130,52 (130,33) japanische Yen und 1,2310 (1,2323) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1363,00 (1372,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 32 120,00 (32 250,00) Euro.