Europa gegen USA im Ryder Cup mit 6,5:5,5 vorn

Die Spannung beim 40. Ryder Cup ist kaum zu überbieten: Nach drei Runden liegt Europa mit 6,5:5,5 gegen die USA in Führung.

Europa gegen USA im Ryder Cup mit 6,5:5,5 vorn
Gerry Penny Europa gegen USA im Ryder Cup mit 6,5:5,5 vorn

Nur Martin Kaymer kam mit seinem Partner Thomas Björn aus Dänemark am Samstag im schottischen Gleneagles vor 45 000 Zuschauern nicht richtig ins Spiel. Zwar führten sie nach vier Löchern mit zwei Punkten. Danach verließ sie das Glück, die Abschläge wurden ungenau und die amerikanischen Youngster Patrick Reed/Jordan Spieth drehten wie schon am Freitag richtig auf und machten das Match schon an Loch 15 zu.

Einen Rekord stellten Justin Rose (England) und Henrik Stenson (Schweden) auf dem 6624 Meter langen Platz am Fuße der Highlands auf. Die beiden gewannen ihr drittes Match nacheinander bereits am 16. Loch (drei auf zwei) und stellten mit zwölf Birdies eine neue Bestmarke auf. Dabei gelangen ihnen auf dem PGA Centenary Course zehn Birdies (ein Schlag unter Par) in Serie. «Ja, es lief richtig gut. Wir haben fast alle Situationen gut eingeschätzt», sagte Rose.

Dabei waren die erfahrenen Bubba Watson und Matt Kuchar nicht einmal schlecht: sie steuerten ebenfalls neun Birdies bei, so dass die Paarung mit insgesamt 21 Unterspielungen zusammen einen weiteren Rekord verzeichnete. Nicht besonders lief es bei den Engländern Lee Westwood and Jamie Donaldson: sie verloren gegen Jim Furyk und Hunter Mahan an der 15. Bahn.

Der Weltranglistenerste Rory McIlroy aus Nordirland drehte zusammen mit Ian Poulter (England) das letzte Vormittagsmatch gegen Jimmy Walker/Rickie Fowler. Poulter glich die amerikanische Führung mit einem langen Putt auf dem 16. Grün aus und schrie seine Freude laut heraus. «Mr. Ryder Cup» kam nach Schottland mit einer Bilanz von 12 Punkten aus 15 Matches in dem Kontinentalwettkampf. Am Freitag hatte Poulter allerdings mit Lokalmatador Stephen Gallacher verloren.

Nach den Fourballs, bei denen jeder Spieler seinen eigenen Ball schlägt, pausierte der starke Stenson wegen Rückenbeschwerden am Nachmittag in den Foursomes (klassischer Vierer mit abwechselndem Spiel). Wichtig ist, dass der Schwede am Sonntag in den abschließenden zwölf Einzeln fit ist.

Kaymer wurde von Kapitän Paul McGinley für das abschließende Zweier-Match zusammen mit Rose gegen die erfolgreichen Rookies Reed/Spieth aufgestellt. Gar nicht zum Einsatz kam am Samstag der Amerikaner Phil Mickelson, der am Vortag schon einen müden Eindruck machte.