Euroskeptiker demonstrieren vor EZB

Rund 1000 Anhänger der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) haben in Frankfurt gegen die deutsche EU-Krisenpolitik demonstriert.

Sie zogen vom Römer zum Platz vor der Europäischen Zentralbank (EZB) und hielten Plakate hoch mit Parolen wie «Der Euro spaltet Europa» oder «Ja zu Europa - Nein zur Schuldenunion». In Sprechchören riefen sie «Wir sind das Volk» und forderten eine Volksabstimmung über die Euro-Rettung. An der Kundgebung nahmen auch der AfD-Bundesvorsitzende Bernd Lucke und die hessische Spitzenkandidatin Christiane Gleissner teil.

Zugleich geht die AfD auf Distanz zur Union. Sollten die Euro-Rebellen am 22. September in den Bundestag einziehen, wollen sie Angela Merkel (CDU) bei der Kanzlerwahl nicht unterstützen.

«Wir wählen keine Kanzlerin, zu der wir kein Vertrauen haben. Das haben wir zu Frau Merkel derzeit ganz eindeutig nicht», sagte der Parteivorsitzende Bernd Lucke der «Welt» (Online). Gleichzeitig widersprach er Einschätzungen, er plane eine Zusammenarbeit mit der Union: «Ich habe der CDU nie ein Koalitionsangebot gemacht. Wir können uns aber mit jeder Partei eine Zusammenarbeit vorstellen, wenn diese sich grundlegend von der derzeitigen Euro-Rettungspolitik abwendet.»