Ex-Bundesligatrainer Lewandowski ist tot: «Tief bestürzt»

Die Fußball-Bundesliga trauert um Sascha Lewandowski. Der frühere Trainer von Bayer Leverkusen und des 1. FC Union Berlin ist im Alter von 44 Jahren am Mittwochnachmittag tot in seiner Wohnung in Bochum gefunden worden. Das bestätigte die Bochumer Polizei am Donnerstagmorgen.

Ex-Bundesligatrainer Lewandowski ist tot: «Tief bestürzt»
Patrick Seeger Ex-Bundesligatrainer Lewandowski ist tot: «Tief bestürzt»

Mit Bestürzung reagierten die Verantwortlichen seiner ehemaligen Clubs auf die Nachricht. «Ich bin völlig schockiert», sagte Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade. «Er hat sich bei Bayer große Verdienste erworben und Spuren hinterlassen.»

«Wir sind tief bestürzt und unglaublich traurig. Unsere aufrichtige Anteilnahme und unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und den Angehörigen von Sascha Lewandowski», wurde Union-Präsident Dirk Zingler in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Bundesjustiz-Minister Heiko Maas twitterte kurz nach Bekanntwerden der Nachricht: «Erschütternd und dramatisch. Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden von Sascha Lewandowski.»

Zuerst hatte das Portal «Der Westen» über den Tod Lewandowskis berichtet. Die Todesumstände waren zunächst unklar. Nach Informationen der «WAZ» liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor. Der zuständige Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann sagte mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen nichts über die Umstände des Todes.

Lewandowski hatte im September 2015 den Posten als Cheftrainer bei Union angetreten. Dort ließ er sich Mitte Februar 2016 zunächst krankschreiben. Im März entschied er sich auf Anraten seiner Ärzte und in Abstimmung mit dem Verein wegen eines akuten Erschöpfungssyndroms («Burnout-Syndrom») zur Auflösung des Vertrages. Er hatte um die Veröffentlichung der Diagnose seiner Krankheit gebeten und erklärt: «Neben den gesundheitlichen Risiken muss ich auch akzeptieren, dass ich aktuell einfach nicht annähernd die Power habe, mit so viel Energie zu arbeiten, wie ich es als Cheftrainer gewohnt bin und wie die Mannschaft es verdient.»

Verantwortliche und Union-Spieler hatte der Coach mit seiner Burnout-Erkrankung überrascht. «Es hat uns von heute auf morgen total überrascht», räumte Präsident Zingler damals ein: «Es war aber eine Situation, auf die man nicht im Ansatz vorbereitet sein kann.»

Vor der Station bei den «Eisernen» war Lewandowski von 2003 bis 2006 Trainer der A-Jugend des VfL Bochum und erreichte zweimal das Finale der deutschen Meisterschaft. 2007 wurde er A-Jugend-Trainer bei Bayer Leverkusen und stieg dort 2012 sogar zum Cheftrainer der Profimannschaft auf. Diese trainierte er gemeinsam mit Sami Hyypiä.